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Tarifrunde 2013: Es ist vollbracht! Einigung nach Verhandlungsmarathon!

Die dritte Verhandlungsrunde f√ľhrte zu einer Teileinigung. Nach einem wahren Verhandlungsmarathon, der offensichtlich zum festen Bestandteil von Tarifauseinandersetzungen geworden ist, liegt ein Ergebnis auf dem Tisch. Die Geh√§lter der rd. 800.000 Besch√§ftigen der Bundesl√§nder werden in zwei Stufen erh√∂ht. Die einheitliche Lehrer-Bezahlung, wesentliches Ziel der Gewerkschaften, konnte nicht erreicht werden.

Die Einkommen

werden ab dem 1. Januar 2013 um insgesamt 5,6 Prozent erhöht. Dieser Gesamtwert teilt sich bei einer Laufzeit von zwei Jahren (bis 31. Dezember 2014) wie folgt auf:

 

 

  • 2,65 Prozent ab dem 1. Januar 2013 und
  • 2,95 Prozent ab dem 1. Januar 2014.¬†

F√ľr alle Auszubildenden

konnte eine¬†√úbernahmegarantie¬†nach bestandener Abschlusspr√ľfung f√ľr zw√∂lf Monate durchgesetzt werden. Bei Bew√§hrung werden diese Arbeitsvertr√§ge entfristet und gelten dann unbefristet.

Die Ausbildungs- und Praktikantenentgelte erhöhen sich ab dem 1. Januar 2013 um einen Festbetrag von monatlich 50 Euro und ab dem 1. Januar 2014 um weitere 2,95 Prozent.

Die Urlaubsregelung

wird deutlich vereinfacht. Alle Landesbeschäftigten erhalten altersunabhängig 30 Tage Jahresurlaub.

Auszubildende erhalten einen Jahresurlaub von 27 Tagen.

Der¬†DBB-Verhandlungsf√ľhrer¬†Willi Russ¬†sieht in den Warnstreiks und Demonstrationen der vergangenen Wochen die Grundlage f√ľr das akzeptable Tarifergebnis. "Die Kampfbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen hat die Arbeitsgeberseite deutlich √ľberrascht und bei ihnen erst so etwas wie Kompromissbereitschaft erzeugt", dankte¬†Russ¬†den Kolleginnen und Kollegen f√ľr ihre Unterst√ľtzung.¬†

Nicht gekl√§rt wurde der Streit √ľber die Lehrer-Bezahlung. Die Gewerkschaften wollten erreichen, dass sich die Arbeitgeber zum Einstieg in eine bundeseinheitliche Regelung zur Gehaltseinstufung f√ľr die ungef√§hr 200.000 angestellten Lehrer bereiterkl√§ren. Gewerkschaften und Arbeitgeber hatten bereits bei der Tarifrunde 2011 dar√ľber gestritten. Anschlie√üende Verhandlungen waren ergebnislos geblieben. Hier bleibt abzuwarten, wie sich die Fachgewerkschaften positionieren. Es ist nicht ausgeschlossen, dass eine solche tarifliche Vereinbarung erst nach einem Arbeitskampf erzielt werden kann.¬†

In einer ersten Bewertung sieht¬†BSBD-Vorsitzender¬†Peter Brock¬†den Tarifabschluss als einen vertretbaren Kompromiss an, der sich auf dem Niveau des Abschlusses f√ľr den Bund und die Kommunen bewege, wenn man die Regelung zum Urlaub einbeziehe. Der Gewerkschafter bedankte sich bei den Kolleginnen und Kollegen, die so zahlreich an der Gro√üdemo in D√ľsseldorf am 06. M√§rz 2013 Flagge f√ľr den¬†BSBD¬†und den Strafvollzug gezeigt h√§tten.

Peter Brock¬†richtete an die nordrhein-westf√§lische Landesregierung die Forderung nach einer zeit- und inhaltsgleichen √úbertragung des Tarifergebnisses auf den Beamten- und Versorgungsbereich. "Wir werden sehen, ob die Landesregierung nach einer Landtagswahl genau so verl√§sslich ist, wie sie es vor der letzten war, als sie das Besoldungs- und Versorgungserh√∂hungsgesetz im Eiltempo verabschiedete.".¬†¬†Ein weiteres Sonderopfer, das m√ľsse den politischen Verantwortungstr√§gern bewusst sein, werde von den Kolleginnen und Kollegen keinesfalls akzeptiert. Steuereinnahmen auf Rekordniveau w√ľrden das Land in die Lage versetzen, das Tarifergebnis auf die Beamten zu √ľbertragen, warnte der¬†BSBD-Chef vor weiteren Sparma√ünahmen zu Lasten des Beamten- und Versorgungsbereiches.

Hinweis:

Unter der nachstehenden Internetadresse können Sie die vorläufigen Entgelttabellen einsehen: 

www.dbb.de/service/entgelttabellen-und-beamtenbesoldung.html