BSBD NRW: Klare Positionen, starke Themen – Der Vollzugsdienst 4/5-2025
Die neue Ausgabe des Vollzugsdienstes zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen im nordrhein-westfälischen Justizvollzug ist und mit welcher Klarheit der BSBD NRW aktuelle Missstände benennt.
Der BSBD NRW übt deutliche Kritik an der Landesregierung: Während die Besoldung der Beamtinnen und Beamten weiterhin gegen das Grundgesetz verstößt, wurden die Gefangenenvergütungen spürbar erhöht. „Das ist ein Schlag ins Gesicht aller Kolleginnen und Kollegen“, heißt es im Beitrag. Wir fordern eine verfassungskonforme Alimentation, ein Ende der Stelleneinsparungen und mehr Wertschätzung für den Dienst an der Gesellschaft.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Situation der Personalvertretungen im Vollzug. Der Artikel macht deutlich, dass Personalräte vielerorts mit Einschränkungen ihrer Rechte, mangelnder Einbindung und zunehmendem Druck konfrontiert sind. Der BSBD NRW fordert, Mitbestimmung wieder als gelebtes Element moderner Personalführung zu stärken, mit Respekt, Rechtsklarheit und Rückhalt durch die Dienststellenleitungen.
Digitalisierung als Chance: Wir beleuchten die Bedeutung digitaler Teilhabe für die Resozialisierung von Inhaftierten. Projekte wie „ELiS“ zeigen, dass kontrollierte Internetnutzung zur erfolgreichen Wiedereingliederung beitragen kann. Der BSBD NRW fordert eine konsequente digitale Öffnung des Vollzugs für mehr Eigenverantwortung und reale Teilhabe.
NRW hat im Bundesrat ein starkes Signal gesetzt: Das heimliche Verabreichen von K.O.-Tropfen soll künftig ein eigener Straftatbestand werden. Der BSBD NRW begrüßt diese Initiative ausdrücklich als wichtigen Schritt für Opferschutz und Rechtssicherheit.
Von der Landesausschusssitzung über das Engagement der Ortsverbände bis hin zu sportlichen und sozialen Aktivitäten. Die Beiträge aus den Anstalten zeigen die lebendige Vielfalt des BSBD NRW. Ob Pflegecharta in der JVA Münster, Drachenbootrennen in Wuppertal oder interkulturelle Aktionen in Köln – überall steht das Miteinander im Mittelpunkt.
Die Ausgabe 4/5-2025 des Vollzugsdienstes macht deutlich: Der BSBD NRW bleibt die starke Stimme der Beschäftigten im Justizvollzug – kritisch, konstruktiv und nah dran an den Themen, die den Kolleginnen und Kollegen wirklich unter den Nägeln brennen.
