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Mit einiger Genugtuung blickt BSBD-Chef Ulrich Biermann (Mi.) auf die Kolleginnen und Kollegen. Er war sehr zufrieden dar√ľber, wie sehr diese Veranstaltungsform angenommen wird.

BSBD-Protest in Iserlohn: ‚ÄěSchulterklopfen reicht nicht!‚Äú

Heute sitzen die Delegationen von Länderarbeitgebern und Gewerkschaften in Potsdam zusammen und ringen in der entscheidenden drittten Verhandlungsrunde um einen Tarifkompromiss. Dies ist bereits ein Fortschritt, denn bislang verweigerte die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) jedes konkrete Gespräch.

Im Vorfeld hatte der BSBD NRW seine dritte ‚Äěaktive Mittagspause‚Äú vor den gro√üen Toren der JVA Iserlohn durchgef√ľhrt. Aus Ostwestfalen war Landesvorsitzender Ulrich Biermann ins Sauerland geeilt, um gemeinsam mit den Iserlohner Kolleginnen und Kollegen gegen die destruktive Haltung der TdL zu protestieren.

BSBD-Chef Ulrich Biermann stellte nochmals heraus, dass die Gewerkschaftsforderung nach f√ľnf Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 150 Euro, das untere Ende dessen markiere, was notwendig sei, damit der √∂ffentliche Dienst einkommensm√§√üig nicht abgeh√§ngt werde. Die Gewerkschaften haben sich angesichts des rasant steigenden Kaufkraftverlustes sehr moderat und staatstragend verhalten, indem sie darauf verzichteten, einen Ausgleich f√ľr den Gehaltsr√ľckstand im Vergleich mit der Privatwirtschaft zu fordern.

Der Gewerkschafter machte allerdings auch klar, dass von der Basis ein Abschluss erwartet werde, der sich dicht an der Forderungsh√∂he bewege. ‚ÄěWir k√∂nnen der Inflation, anders als die verm√∂genden Teile der Gesellschaft nicht ausweichen. Deshalb ist eine galoppierende Inflation das Unsozialste, was man sich vorstellen kann. Der Kaufkraftverlust erreicht derzeit fast f√ľnf Prozent. Daf√ľr verlangen wir einen angemessenen Ausgleich‚Äú, stellte Ulrich Biermann die Position der Gewerkschaften dar.

Die ‚Äěaktive Mittagspause‚Äú, zu der der BSBD NRW aufgerufen habe, solle den Druck auf die Arbeitgeberseite unterst√ľtzen und zum Ausdruck bringen, dass Wut und Emp√∂rung bei den Kolleginnen und Kollegen zwischenzeitlich ein neue Dimension erreicht h√§tten. Die Haltung der TdL sei deshalb so besorgniserregend, weil in ihr der Mangel an Verst√§ndnis und Wertsch√§tzung zum Ausdruck komme, kritisierte Biermann. Den √∂ffentlichen Dienst f√ľr seine Leistungen w√§hrend der pandemischen Lage f√ľr Einsatz- und Leistungsbereitschaft zu loben, den Kolleginnen und Kollegen dann jedoch eine angemessene Gehaltsanpassung zu verweigern, das gehe gar nicht, stellte der Gewerkschafter klar.

Im Laufe des heutigen Tages sollte sich zeigen, ob die Tarifgemeinschaft deutscher L√§nder zu einem vern√ľnftigen Kompromiss in der Tarifauseinandersetzung bereit und f√§hig ist. Eines sollten sich die Arbeitgeber allerdings vor Augen f√ľhren: Wer die Eskalation des Konfliktes will, der wird ihn auch bekommen!

Friedhelm Sanker

Bilder © BSBD NRW